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>>> Selbsthilfe in der Partnerschaft


 ... ist eine neue Art zu kommunizieren, um durch
Krisenfall verlorenes  Vertrauen wiederherstellen,
den Partner neu kennen lernen zu können, eine
gemeinsame Basis zur nachhaltigen Bewältigung
der Krise möglich werden zu lassen...

Sie ist ergebnisoffen, denn Überraschungen sind die Regel.
Auf jeden Fall wird hierbei ein respektvoller und wert-
schätzender Umgang eingeübt, der jede gemeinsam
erarbeitete Lösung (ob Trennung oder Festigung der Bindung)
als echten Gewinn gegenüber der unflexiblen „ausweglosen“ Ausgangslage ausweist. 


Das kennen Sie sicherlich: Schuld zuweisende „Du-Botschaften“ werden in herabsetzender und verletzender Weise ausgetauscht oder nonverbal vermittelt, sodass ein Sich-Öffnen nicht mehr möglich scheint und ein unflexibler und sehr sensibler Schutzpanzer vermutete Angriffe abprallen lässt. Man „macht zu“, macht sich unverletzlich, geht sich aus dem Weg oder trägt offen oder versteckt zur Eskalation bei. Eine Art von Dauer-Waffenstillstand mit kleinen Verschnaufpausen, immer mehr oder weniger alle Sensoren auf versteckte Angriffe und Sarkasmen ausgerichtet. Misstrauen und Vorurteile verlangen nach einem „Schiedsrichter“, der bestätigen soll: „Ich habe Recht, du bist Schuld! Ändere Dich!!!“... Oder (bei auf strenge Harmonie Bedachten) in passiv-aggressiver Manier die verzweifelten Kommunikationsbemühungen des Partners durch scheinbare Nachgiebigkeit „ins Leere laufen lassen“... Oder es hat sich beiderseits das Gefühl von Leere eingeschlichen....

Partnerkonflikte sind Kommunikationskonflikte, die bereits nach der Idealisierungsphase (nach dem Abschmelzen der jeweiligen „Schokoladenseite“) einsetzen und unangepasste Verhaltensmuster reaktivieren. Ein (meist unbewusster) unterdrückter, vermiedener und somit unerledigter Konfliktkomplex macht sich durch Kleinigkeiten auf „Nebenkriegsschauplätzen“ Luft, der schwelende Herd erhält weiter Nahrung.

System-Störung Beide Parteien ziehen sich in starres Rollenverhalten zurück und nehmen immer häufiger nur noch ihre eigene Position wahr. Hilfreich ist deshalb oft eine „Kollusions-Bestimmung“ (Zusammenspiel starrer Rollenmuster wie etwa die „Mutter-Kind-Beziehung“ oder „starker Mann - schwache Frau-Stereotypien“), um Muster bewusst zu machen (Psychoedukation – Wissen, wie diese Mechanismen funktionieren). Vor allem aber soll die „Zirkularität der Beziehungsgeflechte“ deutlich gemacht werden: heißt, dass es nicht einzelne Ursachen oder (Schuld-) Zuweisungen gibt, sondern Ursachen und Wirkungen komplex ineinander fallen: Ein systemischer Ansatz, der nicht nach Schuld fragt, sondern aus der Problemdarstellung die immanenten Lösungsschritte herausarbeitet.

Allparteilichkeit Der Therapeut wird normalerweise keine Ratschläge erteilen und versteht seine Rolle eher als fachlicher Begleiter und wertschätzender Moderator.

Zwiegesprächs-Wirkung Sie richtet nicht, bewertet nicht, überträgt den Prozess auf die beiden Partner als Hauptakteure in einer Art „Experimentierstatus“, während der Therapeut die Aufstellung und Einhaltung der Regeln moderiert.

Das Herzstück Täglich zu festgelegten Zeiten an einem fest vereinbarten Ort wechselweise (je ca. 15 Minuten) eine sich zunehmend öffnende Kommunikation von „Selbstoffenbarungen“ (Ich-Botschaften) einüben, auf die der Partner in keiner Weise eingehen darf  - und seinerseits aktiv und mit Respekt zuhören bzw. (möglichst) bewertungsfrei wahrnehmen lernt. Weiterhin: rituelle Rahmenbedingungen und stabilisierende Begleittechniken (therapeutisches Tagebuch, Liebes-/Hassbrief, der geheim bleibt...). Durch Zurückgewinnung von Vertrauen und weiterer Öffnung beiderseits (damit verbunden: Steigerung von Selbstsicherheit und Selbstwertgefühl) wird die Beziehung erheblich an Frische, Tiefe und Nachhaltigkeit gewinnen bzw. einen neuen sehr wertschätzenden Umgang miteinander ermöglichen, ... und jede Lösung wird zur Gewinnerlösung. Es ist hierbei deshalb wesentlich, sich genau an die therapeutischen Regeln zu halten und Schlüsselbegriffe zu beachten:

Ø      Compliance (genaue Befolgung der Regeln) und

Ø      Concordance (… Ernsthaftigkeit im Geiste der gemeinsamen Zusammenarbeit zwischen allen Beteiligten mit dem Willen zur Lösung).Dauer, Vor- und Nachlauf

Das „Partner-Experiment Zwiegespräch“ besteht aus folgenden Phasen:

Ø      Vorlaufphase („Einstimmungsphase“ bis zum konkreten Beginn von Phase 1)

Ø      Phase 1 – Vertrauen durch Öffnung (etwa 2 bis 4 oder mehr Wochen)

Ø      Phase 2 – Wertschätzende Konfliktbearbeitung (etwa zwei Wochen)

Ø      Phase 3 – Stabilisierung und Perspektivaufbau bzw. Trennungsbegleitung (etwa zwei Wochen)

Ø      „Controlling“ (nach einer Periode von mindestens drei Monaten)


Terminierung der Startphase, Festlegung einer Übergangs-/Einstimmungs- bzw. Vorbereitungsphase. Höhere Verbindlichkeit herstellen durch unterschriftliche Vereinbarung. Sorgfältige und einvernehmliche Festlegung folgender Umstände:

Taschentücher während des Zwiegesprächs in Griffnähe!

Sporadische (telefonische) Feedback-Kontakte zum Therapeuten sind besonders in der Startphase hilfreich oder sogar unentbehrlich, sie bleiben jedoch jeweils geheim, damit nicht der Eindruck von einseitiger Parteinahme oder gar Diskriminierung erweckt wird.


Wichtiges Begleitinstrument: Das Beobachtungs- und Gefühls-Tagebuch

Das Tagebuch unterliegt der Geheimhaltung. Bei Bedarf kann zusammen mit dem Therapeuten über unklare Aspekte gesprochen werden. Beginn ab sofort.

Stichworte: Die wichtigsten Wahrnehmungen über sich und seinen Partner, sonstige Beobachtungen (Fremd-/Selbst-), Lob, Anerkennung, erhaltene und gegebene - auch nonverbale - Komplimente, Ängste, Befürchtungen, Wünsche, Träume, Körper-/wahrnehmungen.


Ziele: Authentische Eigenwahrnehmung und vorsichtiges Sich-Öffnen, aktives Zuhören und einfühlendes Fremdwahrnehmen, Wertschätzung und Akzeptanz

Gesamtdauer zwei bis 6 Wochen, im Mittel werden vier Wochen avisiert

Ø      In der ersten und zweiten Woche täglich

Ø      In der dritten und vierten Woche jeden zweiten Tag, jeweils 20 Minuten pro Partner


Selbstoffenbarung (Ich-Botschaften)

„Seelisches Entblößen“ gelingt dann zunehmend, je berechenbarer der Schutz vor jedwedem Feedback („Finger in die geöffnete Wunde legen“) Fremd- und Selbstvertrauen stärkt.

Jeweils 15 Minuten (Gedanken zu Ende führen)  - Uhr stellen

Im Wechsel, Reihenfolge vorab auslosen

Zwischen den Redebeiträgen 5 Schweigeminuten – zum Nachspüren, in den Körper hinein wahrnehmen – zum sammelnden Vorbereiten

Beide: Augen geschlossen, Sitzposition im 90-Grad-Winkel oder face-to-face, Beinfreiheit

Der gerade schweigende Partner hört aktiv zu, kommentarlos (völlig ohne non-/verbale Reaktionen), versucht sich in den anderen hineinzuversetzen - ohne Bewertung!

Es ist strikt verboten, auf Zwiegesprächs-Äußerungen einzugehen, sie aufzugreifen, zu kommentieren, zu bewerten - weder während des Zuhörens, noch während des eigenen Beitrags, noch irgendwann während der gesamten Therapiedauer. Das Gesagte bleibt einfach so stehen. Auf diese Weise „traut“ sich jeder langsam an seine tiefsten Ängste und Befürchtungen heran.

Inhalte des Redebeitrages

Träume und Tagträume, Innere Bilder (aus der Erinnerung oder gegenwärtig) wie z.B. Szenen, Symbole, Farben, Emotionen, körperliche Wahrnehmungen, spontan erinnerte alltägliche Episoden oder Beobachtungen verbalisieren OHNE Bewertung oder Deutung …auch wenn noch so  bizarre oder abstruse Imaginationen oder sonstige Empfindungen vor dem inneren Auge auftauchen

Auftauchende Ängste, Wut, Ärger, Sehnsucht, Trauer, Hass, Ekel, Gefühllosigkeit aus einer Art Beobachterposition heraus wahrnehmen und kommunizieren

Während der Dauer der Phase 1 sollen keine wesentlichen Entscheidungen im Zusammenhang mit der Partnerschaft getroffen werden. Keine direkten oder indirekten Beziehungskonflikte ansprechen (erst in der zweiten Phase)

Ergänzende Regelungen

Ø      Keine intime Berührung, kein Sex. Den anderen nur wahrnehmen und respektvoll behandeln, als wäre er/sie ein ehemals wichtiger Freund, den man nach langer Zeit wieder trifft

Ø      Wahrnehmungstagebuch führen

Ø      Liebes-/Hassbrief formulieren - und verbrennen

Ø      Schwäche- und Stärkeprofil über sich selbst erstellen - und verbrennen

Ø      Gemeinsame wesentliche „negative und positive“ Erinnerungen notieren – und verbrennen

 


Ziele: Toleranz und Flexibilität bei der Bearbeitung von Konflikten

Intimitäten, eventuell aber nicht bis zum Geschlechtsverkehr, sind in dieser Phase hilfreich



Ziele: Stärkung von partnerschaftlicher Konfliktbewältigungs-Kompetenz, Paar-Autonomie und Selbstverwirklichungskräften

Hier können individuell abgestimmte Ziele und Techniken einfließen.




 Einige Gedanken, die für den Anfang hilfreich sein können:



·         Ich kann nie den anderen ändern, obwohl ich das am liebsten täte: „Wenn du so und so bist, dann geht es mir gut“. Mit zunehmender Selbst(beob)achtung und ein wenig Glück gelingt es mir, mich zu entwickeln. Dann erst ändert sich die Beziehung als Ganzes - also auch mein Partner.

·         Ich versuche unterschwellig, den seelischen Schwerpunkt im Gespräch von mir auf den anderen zu verschieben. Dann aber befinde ich mich mit meinem Erleben beim anderen - und habe mich selbst vermieden.

·         Wenn ich mich dabei erwische, im Zwiegespräch meinem Partner indirekte Vorwürfe zu machen - dann sollte ich genau diese Vorwürfe auf mich "übersetzen". Denn fast ausnahmslos mache ich Vorwürfe, um einen unbewussten Druck von Selbstvorwürfen loszuwerden.

·         Ein starker unbewusster Widerstand versucht, die Zwiegespräche zu verhindern. Vielleicht sorgt er für den Ausfall eines Gesprächs, um dann alles im Sande verlaufen zu lassen. Deshalb: Regelmäßigkeit, Kontinuität ist wesentlich- der Rest kommt von selbst.





Fünf Einsichten machen den "Geist" der Zwiegespräche aus. Sie sind Entwicklungsziele, nicht etwa Bedingungen oder Regeln. Sie gleichen eher einer „Sprache der Zweierbeziehung“. Wir können sie mit der Zeit erlernen. Jede Einsicht bringt eine Reihe fundamentaler Änderungen im Alltag des Paares mit sich.


1.    "Ich bin nicht du und weiß dich nicht". Wir können lernen, von der wechselseitigen Unkenntnis auszugehen, statt von der gleichen Wellenlänge

2.    "Wir sind die zwei Gesichter einer Beziehung - und sehen es nicht". Wir können lernen, unser gemeinsames unbewusstes Zusammenspiel wahrzunehmen, statt uns als zwei unabhängige Individuen aufzufassen

3.    "Dass wir miteinander reden, macht uns zu Menschen". Wir können lernen, regelmäßige wesentliche Gespräche als Herz und Kreislauf einer lebendigen Beziehung zu begreifen, statt mit Worten unsere Beziehung nur noch zu verwalten

4.    "In Bildern statt in Begriffen sprechen". Wir können lernen, in konkreten, erlebten Beispielen statt in abstrakten Begriffen zu sagen, was wir meinen

5.    "Ich bin für meine Gefühle selbst verantwortlich – und du für deine". Wir können lernen, auch unsere Gefühle als „unbewusste Handlungen mit geheimer Absicht“ wahrzunehmen und zu verstehen, statt zu meinen, sie überkämen uns wie Angst und Depression von innen oder würden uns von außen zugefügt, wie Kränkung und Schuldgefühl

   

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