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Nähere theoretische Hintergrundinformationen

zum Thema Hypnose & Stress finden Sie hier




„Hypnose, ist man da nicht bewusstlos?..., völlig hilflos und manipulierbar…“
„Hätten Sie mich nicht vorher informiert, hätte ich geglaubt, dass ich gar nicht richtig hypnotisiert war, denn ich habe ja alles mitbekommen…“ 

Solche Sätze höre ich immer wieder vor und nach der ersten Hypnose-Sitzung. Die Annahme, Hypnose sei so etwas wie Bewusstlosigkeit, hat sich in den Köpfen der meisten Menschen offenbar festgesetzt. Tatsache ist: Hypnose ist NICHT Bewusstlosigkeit! Hypnose ist ein Zustand erhöhter Konzentration nach innen und auf eine einzige Sache. Hypnose ist der Vorgang, mit dem Sie selbst in Ihre eigene Trance gelangen!

Häufig wird angenommen, dass in Hypnose der eigene Wille beeinträchtigt ist, und die eigene Kontrolle aufgegeben werden muss. Das würde bedeuten, dass Klienten in Hypnose nichts zu ihrer Heilung beitragen müssen und andererseits dem Therapeuten ausgeliefert sind. Beides ist falsch.

Grundsätzlich ist diese Art der Psychotherapie lösungs- und zielorientiert. Die gemeinsame Arbeit zielt auf diejenigen Lösungszustände, die der Klient anstrebt. Das Wiedererlangen bzw. die Erhöhung von Autonomie und Kompetenzen des Klienten stehen dabei im Vordergrund.

Ängste vor Hypnose stammen aus mangelndem Wissen und sind bei fachgerechter Anwendung völlig unbegründet:



Bestimmt kennen Sie das angenehme Gefühl, sich im Halbschlaf, im so genannten hypnagogen Zustand zu befinden - nicht ganz wach und nicht richtig schlafend. Eindrücke erscheinen seltsam gedämpft, Träume sind noch leicht zu erinnern und doch könnte man bei jedem wichtigen Signalreiz - und wenn es nur ein Sonnenstrahl oder ein fernes Dielenknarren ist - sofort aufwachen.

Der Trancezustand hat damit Vieles gemeinsam: Es ist ein vollkommen natürlicher Zustand, er ist trainierbar und angenehm. Es ist ein tiefer Entspannungszustand, bei dem sich der Atem vertieft und der Körper erwärmt, denn er wird besser durchblutet. Der Blutdruck sinkt und die Sauerstoffkonzentration im Gehirn steigt an.

Die elektromagnetischen Hirnströme in den beiden Gehirnhälften beginnen sich anzugleichen und größere Areale vermögen, koordiniert zusammen zu arbeiten, was auch die erstaunliche Lernfähigkeit in Trance zeigt. Symbole aus dem eigenen Erleben und Erinnern wie auch archetypischer Natur werden in ihrer tiefen Bedeutung erlebt und können leichter therapeutisch verwendet werden. Während die Außenkonzentration immer unwichtiger wird und die Aufmerksamkeit sich zunehmend nach innen richtet, erreicht das Bewusstsein immer tiefere Schichten bisher unzugänglicher unbewusster Prozesse, die einfach unglaublich erscheinen:

- lebenslanger Speicher von Erfahrungen, Gefühlen und Erinnerungen
- Ort der intuitiven Entscheidungen
- vorurteilsfreierer innerer Beobachter
- Unterbewusstsein reguliert Immunprozesse und steuert Hormonregelkreise 

Von hier aus werden umfassendere Überblicke über das Leben möglich, und tief angelegte Programme, die bisheriges Verhalten wie auch Denken und Glauben steuern, werden modifizierbar und korrigierbar.

Denn es ist extrem wichtig, die richtigen Dinge über sich selbst zu "glauben" - dieser Glaube bestimmt in letzter Konsequenz immer das Verhalten und den Handlungsspielraum, "das Gelingen".

So kommt es, dass Sie mit den besten Vorsätzen Ihre Ziele vielleicht trotz eiserner Disziplin nicht erreichen, denn tief innen hat sich eine destruktive Überzeugung eingeprägt und sabotiert jeden Versuch. Weil: Ihre Grenzen und Ihre Freiräume bestimmten früher ganz wesentlich andere für Sie. Und vielleicht hatten diese Personen damals gute und sinnvolle Gründe für diese Glaubenssätze. Aber: Wer sein Unterbewusstsein selbst zu prägen lernt, erleichtert sich vieles, weil es ihm erlaubt, bewusster mit sich umzugehen - "selbst-bewusster" und „selbst-bestimmt“ zu werden.

Auch ist es wesentlich das Unterbewusste, das für Sie viele Dinge gleichzeitig koordiniert - es verschaltet die Sinneseindrücke, filtert, bestimmt damit die Auswahl Ihrer Wahrnehmung und das Material, aus dem Sie Entscheidungen fällen - auch die vielen kleinen, die tagtäglich zu bestimmten Gefühlen führen. Lernen Sie deshalb durch das Lernen und Üben von Wohlfühl-Trancezuständen, Ihre Gefühle und Stimmungen zu kontrollieren!

Die Erinnerung an die erlebten Tranceinhalte bleibt normalerweise erhalten. Amnesien (als „psychische Verbände“) sind lediglich dann absprachegemäß indiziert, wenn etwa in einer Hypnotherapie (z.B. bei der Traumaverarbeitung) ein therapeutischer Prozess in Stufen verläuft und eine „Sabotage“ durch die „rationalen Anteile“ im Wachbewusstsein verhindert werden soll. Nach dem „Abheilen“, nachdem also Erinnerungen wieder schadlos integriert werden können, wird der „Amnesieverband“ nicht mehr benötigt.

Eine teilweise Amnesie kann auch – absprachegemäß – zur Verstärkung der Wirksamkeit einer sinnvollen posthypnotischen Suggestion eingesetzt werden.

Trance wirkt harmonisierend auf die Psyche (durch Regulation biochemischer Vorgänge, die einen homöostatischen Zustand bewirken). In der Tiefenentspannung erholen sich daher nachweislich nicht nur die Muskeln und Nerven besonders effektiv, sondern auch Blutdruck und übergeordnete endokrinologisch-regulatorische Körpersysteme normalisieren sich wie z.B. die Hormonhaushalte für Schilddrüse und Nebenniere.

Das führt zu einer allgemeinen Stärkung und zu einer Verbesserung sowohl des Schlafs als auch der Konzentration und des Immunsystems. Stress wird besonders wirksam abgebaut, da Informationen "sortiert" werden und sich " Hintergrundgefühle" klären. Häufige Trancen sind eine effektive Möglichkeit, innere Widersprüche zu lösen und zu Ausgeglichenheit und souveräner Gelassenheit zu finden. Trance fördert Prozesse der Selbstfindung in natürlich gelassener Atmosphäre, ohne von überehrgeizigen Forderungen des „Über-Ich“ gestört oder blockiert zu werden.



Die Techniken von Milton Erickson (1901 - 1980) haben das Bild der Hypnosetherapie in den letzten Jahrzehnten erheblich gewandelt und die Grundlage für die moderne Hypnotherapie geschaffen. Sein Leitspruch war: Alles zu nutzen, was hilft.

Erickson stellt die SELBST - ENTDECKUNG des Klienten und die Entwicklung seiner speziellen Fähigkeiten in den Vordergrund der therapeutischen Arbeit. Klientenspezifische Persönlichkeitseigenschaften, Fähigkeiten, Lebenserfahrungen und Erinnerungen sind therapeutische Ressourcen, die aktiviert werden müssen (Ressourcenorientierung), damit sie dem Klienten zur Realisierung seiner Ziele verhelfen. (Utilisationsansatz). Erickson sah jeden Menschen als einzigartig an, und er nutzte für die Therapie, was immer der Klient in der Sitzung anbot.

Die belastenden Gefühle des Klienten, auf denen sein Leidensdruck beruht und die auch an den unangemessenen Verhaltensweisen und Kognitionen beteiligt sind, werden in Trance bearbeitet. Auch die Lebensgeschichte, alte Gefühle und Konflikte werden z.B. in der hypnotischen Altersregression (gedankliche Rückführung in frühere Lebenssituationen) bearbeitet. Bearbeiten bedeutet hier das Wiederaufleben-lassen belastender Situationen mit hypnotisch induzierten positiven Emotionen, die der Patient aus eigener Erfahrung kennt.

Im Gegensatz zu den meisten anderen Psychotherapiemodellen wird die Aufmerksamkeit in der Therapie nicht auf den Krankheitswert der Störungen, sondern auf die Fähigkeiten und Potenziale, sogar auf jene, die in der Störung selbst liegen, gerichtet. Symptome werden nach Möglichkeit nicht als Defekte betrachtet, sondern als Besonderheiten, die in ihrem Muster zu verändern sind.
Eine Störung ist häufig durch Rigidität von Denk-, Emotions- und Verhaltensmustern bedingt. Diese gilt es in der Therapie zu verändern, und hierzu wird Trance nutzbar gemacht, da alles was unwillkürlich geschieht, schnell, effektiv und ökonomisch abläuft.
Im Gegensatz zur Freudschen Theoriebildung und in großer Nähe zu C. G. Jung sieht Erickson das Unbewusste als einen Speicher lebens- und entwicklungsgeschichtlicher Lernerfahrungen, die erheblichen Einfluss auf psychische und körperliche Vorgänge ausüben. Diese Erfahrungen sind prinzipiell wertneutral und für Veränderungen nutzbar.

Hypnose hat als therapeutisches Verfahren eine lange Tradition. Seit Jahrtausenden sind Suggestionen und Trance-Rituale wichtige Bestandteile von Heilungsprozessen, deren Bedeutung in der modernen Psychotherapie, Medizin und Zahnmedizin zunehmend wieder erkannt wird.

Subjektiv wird der hypnotische Trancezustand vom Klienten in der Regel als Tiefentspannung empfunden, wobei manchmal lebhafte innere Bilder oder Gefühle zugänglich werden, die als wesentlich intensiver und "realer" wahrgenommen werden, als im Wachzustand. Suggestionen werden in Trance leichter angenommen und können für Heilungsprozesse benutzt werden.

Direkte und indirekte Suggestionen öffnen den Zugang zu verborgenen Fähigkeiten und unbewussten Potentialen. Der Klient erfährt in Trance, dass er über einen Reichtum innerer Ressourcen verfügt, von dem er vorher nichts wusste. 

 

WOFÜR WIRD HYPNOSE ANGEWANDT?

·   Schmerztherapie (Onkologie, Geburtsvorbereitung und -hilfe,  Zahnbehandlung, Migräne)

·   Traumabearbeitung (sexueller Missbrauch, u.a ...)

·   Angstzustände (Tierphobien, Prüfungsängste, ...), Depressionen

·   Stressprobleme, Burnout

·   Psychosomatik (Enuresis, Essstörungen, Asthma, Psoriasis,...)

·   Sucht, Abhängigkeit (auch: Nikotin, Übergewicht)

·   Zwänge und Ticks, Aufmerksamkeits-/Verhaltensstörungen und Hyperkinesien bei Kindern

·   Selbstwert, sexuelle Störungen

·   Schlafstörungen

·   Gastrointestinale Beschwerden (Colitis, psychogenes Erbrechen)


Was passiert bei einer Hypnosebehandlung?

Fast alle Abläufe des Organismus erfolgen unbewusst. Pro Sekunde werden etwa 2000 Informationen (großenteils visuell) registriert und gefiltert. Nur wenige Informationen davon werden bewusst wahrgenommen. Der Mensch spürt weder etwas von der Informationsverarbeitung in den Milliarden Nervenzellen des Gehirns, noch nimmt er die vielfältigen, komplizierten Funktionen des autonomen Nervensystems, des Hormon- und des Immunsystems und der anderen Organe wahr. Deshalb kennt und erlebt jeder Mensch nur einen kleinen Teil von sich selbst.

Der überwiegend unbewusste Teil jedes Menschen kann unter Führung eines Hypnosetherapeuten eine schöpferische Intelligenz entfalten, deren nach innen gerichtete Aufmerksamkeit (Trance) für therapeutische Zwecke genutzt werden kann. 


Hypnose erfolgt in drei Phasen:

·   Einleitungsphase (Induktion und Vertiefung)

·   Behandlungsphase

·   Ausleitungs- oder Reorientierungsphase

Weiterhin gib es die so genannte Posthypnotische Suggestion, die während der Behandlungsphase induziert wird und mittels Auslösesituationen wirksam werden kann (z.B. „Immer, wenn mir eine Zigarette angeboten wird, kommt schlagartig die Erinnerung an einen abscheulichen Geschmack hoch und das Bedürfnis wächst, tief durchzuatmen.“).

Einleitungsphase
In der Einleitungsphase wird die Aufmerksamkeit des Patienten von Außen nach Innen gelenkt und ein Tiefentspannungszustand wird suggeriert.

Induktionstechniken: Atmen, Relaxation, Imaginieren, Fixation, Konfusion, direkte und indirekte Suggestion...

Vertiefungstechniken (Beispiel): „Gehen Sie mit jedem Ausatmen einen Schritt die Treppe abwärts und Sie gehen .... 1…- tiefer, …und es können noch Gedanken kommen und gehen, die dann aber vorüberziehen - ... 2 ... - tiefer und unwichtig werden, während ihr Kopf angenehm kühl und klar wird und - 3 - ......

- oder auch die sog. fraktale Vertiefung (Einleitung, kurze Herausnahme, vertiefte Einleitung, kurze Herausnahme, weitere Vertiefung…)

Kontrolltechniken sind etwa die Hebelinduktion (z.B. Levitation des Armes) oder auch verbale oder nonverbale Kommunikation mit dem Unbewussten (z. B. durch sog. ideomotorische Bewegungen des Fingers als Ja/Nein-Antwort).

Die Einleitung dauert etwa 5 bis 10 Minuten, für besonders tiefe Trancezustände kann sie mehr Zeit beanspruchen.

Behandlungsphase
In der Behandlungsphase werden mit Hilfe von gezielten, offenen oder verdeckten (indirekten) Suggestionen und mit Hilfe von Trance-Szenarien und Symbolen Einstellungen, Erleben und Verhalten des Klienten umgelenkt, um Ressourcen zu mobilisieren oder Abgewehrtes zu integrieren.

Im Unterschied zum Wachzustand erlebt ein Mensch die hypnotische Trance traumartig, mehr in Bildern. Seine Aufmerksamkeit ist nach innen gerichtet. Dadurch ist er empfänglicher für eine bildhafte, symbolische Sprache bei der Suggestion, für Vergleiche, Metaphern, Märchen und Analogien. Der Therapeut kann dadurch der inneren Realität des Klienten Impulse geben. Die äußere Realität tritt für den Klienten in den Hintergrund. Dieser Zustand lässt sich mit Tagträumen, Meditation oder tief versunkenem Lesen vergleichen.

In Trance ist die unterschwellige Wahrnehmung geschärft. Auch im Wachzustand nimmt der Mensch viel mehr Informationen auf, als in sein Bewusstsein eindringen. Wir sind zum Beispiel auf einer Party in der Lage, uns auf ein Gespräch mit einer bestimmten Person zu konzentrieren. Fällt jedoch in der Nähe der eigene Name, horchen wir sofort auf. In der Hypnose wird mit solchen unbewussten Kommunikationsformen gezielt gearbeitet.

Ein weiteres Phänomen der hypnotischen Trance sind "dissoziative" Prozesse. Beispielsweise führt der Klient eine Bewegung unabhängig von seiner bewussten Wahrnehmung aus (so genannte ideomotorische Bewegungen), es hebt sich etwa auf eine Frage des Therapeuten wie von selbst ein Finger, oder der Klient schreibt etwas, ohne zu bemerken, dass bzw. was er schreibt.

Die Behandlungsphase kann je nach Therapieziel wenige Minuten (Schnellhypnose) bis mehrere Stunden dauern.

Reorientierungsphase
In der Reorientierungsphase wird die Trance behutsam und gründlich wieder zurückgenommen, indem die Wahrnehmung des Klienten wieder von Innen nach Außen gelenkt wird. In der Regel dauert die Zurücknahme wiederum einige Minuten.

Kann durch irgendwelche Umstände der Therapeut die Rücknahme nicht einleiten, erfolgt sie „von selbst“ dadurch, dass der Klient i.d.R. einschläft und nach dem Aufwachen wieder bei vollständigem Gegenwartsbewusstsein ist. 

Kosten pro Sitzung: 60 € (90 Min)


       



Milton H.Erickson

1901 - 1980

Begründer der 
modernen Hypnotherapie
 



                                         


Effektivität der Hypnotherapie

Insgesamt wurden bislang rund 200 internationale Veröffentlichungen wissenschaftlich fundierter Studien zur Wirksamkeit der Hypnotherapie gefunden.



Deutlich ist das breite Anwendungsspektrum von Hypnose, das von der vielfältigen Nutzung im psychotherapeutischen Bereich bis zur Unterstützung medizinischer Maßnahmen reicht. 
                                                    
Die Korrelation zwischen guter Hypnosefähigkeit und therapeutischem Erfolg erweist sich darin als positiv und ergibt gute Erfolge bei Ängsten und psychosomatischen Beschwerden.

Auch bei der Behandlung von Süchten (Rauchen, Alkoholismus) und Essstörungen (Adipositas) hilft Hypnose. Eine Studie, die mit Altersregression gearbeitet hat, zeigt, dass gering suggestible Patienten bei Übergewicht während der 5-monatigen Behandlung ca. 5 kg abnahmen, mittel suggestible 8 kg und hoch suggestible 16 kg.

Es gibt wenige Studien zur Effektivität bei Depressionen. In diesen wurde allerdings nicht symptomorientiert, sondern an belastenden Erfahrungen oder Defiziten gearbeitet.

Bei psychotischen Störungen gilt Hypnose als kontraindiziert. Es wurden aber auch 200 schizophrene Patienten hypnotherapeutisch behandelt, wo es zu keinen negativen Effekten gekommen ist.

Sehr gut belegt ist die Wirksamkeit von Hypnotherapie bei psychosomatischen Beschwerden wie Kopfschmerzen, Migräne und anderen chronischen Schmerzen aber auch bei Reizdarm (Colon irritabile), Bluthochdruck, Asthma und Neurodermitis. Ebenfalls gut belegt sind die Behandlung von Angststörungen wie z.B. Schlangenphobie oder Prüfungsangst. Das trifft auch zu für Schlafstörungen und nicht-organischen sexuellen Funktionsstörungen. 

Bemerkenswert ist das Spektrum zur Anwendung der Hypnose im medizinischen Bereich: Anästhesie und Entspannung bei chirurgischen Eingriffen und bei radiologischen Untersuchungen, Unterstützung des Heilungsprozesses und der Befindlichkeit nach chirurgischen Eingriffen, Verlängerung der Überlebenszeit bei Krebs, Reduktion von Übelkeit, Erbrechen und anderen Nebenwirkungen bei Chemotherapie, Schmerzen bei Krebserkrankung, Geburtsvorbereitung und Schmerzen vor und bei der Geburt, Beschleunigung des Heilungsprozesses bei Verbrennungen und Knochenbrüchen, Behandlung von Warzen, Tinnitus und anderer spezieller Krankheitsbilder und schließlich die Anwendung von Hypnose beim Zahnarzt.

Verschiedene Studien belegen, dass Kognitive Verhaltenstherapie (KVT) und Hypnose effektiver ist als KVT allein. Eine Überlegenheit der Kombination zeigt sich besonders bei Adipositas (Fettsucht), auch nach 24 Monaten Katamnese (Verlaufsbeobachtung).

Hypnotherapie wird auch in Gruppen oder als Selbsthypnose-Training durchgeführt. Das ermöglicht dem Patienten sich außerhalb oder nach einer Therapie selbst weiter zu helfen.

Physiologische Veränderungen unter Hypnose

In Trance treten gut erforschte physiologische Veränderungen auf. Dazu zählen

·   die Erniedrigung von Muskelspannung, Herzfrequenz und Blutdruck,

·   eine regelmäßigere und langsamere Atmung,

·   eine veränderte Aktivierung bestimmter Hirnareale,

·   eine Abnahme des Stresshormonspiegels,

·   Veränderungen im Blutbild sowie

·   eine geringere Aktivierbarkeit von Reflexen.

Ist jeder Mensch hypnotisierbar?

Wenn der Therapeut erfahren genug ist und flexibel vorgeht, sprechen die meisten Menschen gut auf Hypnosetechniken an und die Hypnose ist für das angestrebte Therapieziel nutzbar. 
 

Dauer einer Hypnosebehandlung

Viele Menschen glauben, dass ihre Beschwerden mittels einer einzigen Sitzung behoben, ihre Wünsche nach Abnehmen und Nichtrauchen in einer Stunde erfüllt werden können. Auch wenn es häufig vorkommt, dass innerhalb einer längerfristigen Behandlung nur eine bestimmte Hypnosesitzung zur Lösung des Hauptproblems geführt hat, kann davon nicht abgeleitet werden, dass immer nur eine einzige Sitzung zur Heilung ausreicht. Die Dauer einer Hypnosebehandlung ist von dem vereinbarten Ziel der Behandlung, der Art und Dauer der Erkrankung und der Belastbarkeit der Patienten abhängig. In jedem Einzelfall sind diese Fragen zwischen den Therapeuten und den Klienten abzustimmen. Es empfiehlt sich, nach spätestens fünf Sitzungen den möglichen Erfolg der Behandlung aufgrund der bis dahin eingetretenen Veränderungen zu überprüfen.


Das Bild der Hypnose in der Öffentlichkeit wird fälschlich stark durch die Tricks der Showhypnose geprägt.

Pressemeldungen über Langzeitschäden nach Showhypnosen wie Depressionen oder Psychosen schaden dem Ansehen einer hochwirksamen und seriösen psychotherapeutischen und medizinischen Methode.

Viele Patienten sind verunsichert und lehnen alleine aus diesem Grunde leider eine hilfreiche Hypnosebehandlung aus Verängstigung ab.

                                                   
Showhypnotiseure unterliegen keinem therapeutischen Ehrenkodex. Sie legen es aus Effektgründen gerade darauf an, ihre Opfer zu Handlungen zu bewegen, die diese hinterher als peinlich oder beschämend empfinden. Um ihre scheinbar absolute Macht zu demonstrieren, wecken Bühnenhypnotiseure ihre Opfer in der Regel blitzschnell mit einem Fingerschnipsen auf und nehmen sich keine Zeit für eine gründliche Dehypnotisierung. Showhypnotiseure können traumatisierende Emotionen in ihren Opfern mobilisieren, wissen dann aber mit dem, was sie in ihren Opfern ausgelöst haben, nicht umzugehen. Traumatisierungen, Ängste, Entfremdungsgefühle und körperliche Symptome können die Folge sein.

Auf der Bühne werden die Opfer der Showhypnose oft aus Effektgründen in kindliches Erleben versetzt, insbesondere in Situationen von Verwirrung und Hilflosigkeit. Sie reden oder schreiben wie kleine Kinder, können nicht mehr bis zehn zählen oder schreien nach ihrer Mutter. Eine Person in hypnotischem Zustand fühlt sich dann real in ihre Kindheitserlebnisse zurückversetzt. Kommt sie dabei in Kontakt mit traumatischen Erinnerungen etwa an Missbrauch, Misshandlung, Folter oder Verluste, ist sie den überwältigenden und unverarbeiteten Emotionen schutzlos ausgeliefert. Dies ist bei der Showhypnose sogar beabsichtigt, da der Showhypnotiseur den „Thrill“ der Gefühle von Machtlosigkeit und Ausgeliefertsein demonstrieren will. Menschen, die traumatische Erfahrungen machen mussten, können leicht in emotionale Destabilisierungs- oder  Überflutungszustände geraten. 

Therapeutische Hilfe ist dann dringend erforderlich, doch daran ist ein Showhypnotiseur weder interessiert, noch besitzt er die dafür notwendige Ausbildung.

Hypnose ist ein wirksames Behandlungsverfahren, und als solches gehört es nur in die Hände qualifizierter und verantwortungsvoller Therapeuten!

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Die Informationen wurden zusammengestellt unter Auswertung von Informationen aus:

www.hypnose.de  sowie diesem Link 

Und hier ein sehr umfangreicher freier Download  zum Thema


                                                                    

     
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