HOMEPAGE | AKTUELLES | KLIENTENINFORMATION | KRISENINTERVENTION | WOHLFÜHLKURSE | AUS- UND FORTBILDUNGSANGEBOTE | ANMELDEFORMULAR | LINKS | KONTAKT | GÄSTEBUCH
___________________________________________________________________________________
Trance
„Hypnose, da ist man doch bewusstlos..., da bin ich doch völlig hilflos und manipulierbar…“ „Hätten Sie mich nicht vorher informiert, hätte ich geglaubt, dass ich gar nicht richtig hypnotisiert war, denn ich habe ja alles mitbekommen…“
Diese und ähnliche Sätze höre ich immer wieder vor und nach der ersten Hypnose-Sitzung. Die Annahme, Hypnose sei so etwas wie Bewusstlosigkeit, hat sich in den Köpfen der meisten Menschen offenbar festgesetzt. Tatsache ist: Hypnose ist NICHT Bewusstlosigkeit! Hypnose ist ein Zustand erhöhter Konzentration nach innen und auf eine einzige Sache. Hypnose ist der Vorgang, mit dem Sie selbst in Ihre eigene Trance gelangen!
Bestimmt kennen Sie das angenehme Gefühl, sich im Halbschlaf, im so genannten hypnagogen Zustand zu befinden - nicht ganz wach und nicht richtig schlafend. Eindrücke erscheinen seltsam gedämpft, Träume sind noch leicht zu erinnern und doch könnte man bei jedem wichtigen Signalreiz - und wenn es nur ein Sonnenstrahl oder ein fernes Dielenknarren ist - sofort aufwachen.
Der Trancezustand hat damit Vieles gemeinsam: Es ist ein vollkommen natürlicher Zustand, er ist trainierbar und angenehm. Es ist ein tiefer Entspannungszustand, bei dem sich der Atem vertieft und der Körper erwärmt, denn er wird besser durchblutet. Der Blutdruck sinkt und die Sauerstoffkonzentration im Gehirn steigt an.
Die elektromagnetischen Hirnströme in den beiden Gehirnhälften beginnen sich anzugleichen und größere Areale vermögen, koordiniert zusammen zu arbeiten, was auch die erstaunliche Lernfähigkeit in Trance zeigt. Symbole aus dem eigenen Erleben und Erinnern wie auch archetypischer Natur werden in ihrer tiefen Bedeutung erlebt und können leichter therapeutisch verwendet werden. Während die Außenkonzentration immer unwichtiger wird und die Aufmerksamkeit sich zunehmend nach innen richtet, erreicht das Bewusstsein immer tiefere Schichten bisher unzugänglicher unbewusster Prozesse, die einfach unglaublich erscheinen:
- lebenslanger Speicher von Erfahrungen, Gefühlen und Erinnerungen - Ort der intuitiven Entscheidungen - vorurteilsfreierer innerer Beobachter - Unterbewusstsein reguliert Immunprozesse und steuert Hormonregelkreise
Von hier aus werden umfassendere Überblicke über das Leben möglich, und tief angelegte Programme, die bisheriges Verhalten wie auch Denken und Glauben steuern, werden modifizierbar und korrigierbar.
Denn es ist extrem wichtig, die richtigen Dinge über sich selbst zu "glauben" - dieser Glaube bestimmt in letzter Konsequenz immer das Verhalten und den Handlungsspielraum, "das Gelingen".
So kommt es, dass Sie mit den besten Vorsätzen Ihre Ziele vielleicht trotz eiserner Disziplin nicht erreichen, denn tief innen hat sich eine destruktive Überzeugung eingeprägt und sabotiert jeden Versuch. Weil: Ihre Grenzen und Ihre Freiräume bestimmten früher ganz wesentlich andere für Sie. Und vielleicht hatten diese Personen damals gute und sinnvolle Gründe für diese Glaubenssätze. Aber: Wer sein Unterbewusstsein selbst zu prägen lernt, erleichtert sich vieles, weil es ihm erlaubt, bewusster mit sich umzugehen - "selbst-bewusster" und „selbst-bestimmt“ zu werden.
Auch ist es wesentlich das Unterbewusste, das für Sie viele Dinge gleichzeitig koordiniert - es verschaltet die Sinneseindrücke, filtert, bestimmt damit die Auswahl Ihrer Wahrnehmung und das Material, aus dem Sie Entscheidungen fällen - auch die vielen kleinen, die tagtäglich zu bestimmten Gefühlen führen. Lernen Sie deshalb durch das Lernen und Üben von Wohlfühl-Trancezuständen, Ihre Gefühle und Stimmungen zu kontrollieren!
Die Erinnerung an die erlebten Tranceinhalte bleibt normalerweise erhalten. Amnesien (als „psychische Verbände“) sind lediglich dann absprachegemäß indiziert, wenn etwa in einer Hypnotherapie (z.B. bei der Traumaverarbeitung) ein therapeutischer Prozess in Stufen verläuft und eine „Sabotage“ durch die „rationalen Anteile“ im Wachbewusstsein verhindert werden soll. Nach dem „Abheilen“, nachdem also Erinnerungen wieder schadlos integriert werden können, wird der „Amnesieverband“ nicht mehr benötigt.
Eine teilweise Amnesie kann auch – absprachegemäß – zur Verstärkung der Wirksamkeit einer sinnvollen posthypnotischen Suggestion eingesetzt werden.
Trance wirkt harmonisierend auf die Psyche (durch Regulation biochemischer Vorgänge, die einen homöostatischen Zustand bewirken). In der Tiefenentspannung erholen sich daher nachweislich nicht nur die Muskeln und Nerven besonders effektiv, sondern auch Blutdruck und übergeordnete endokrinologisch-regulatorische Körpersysteme normalisieren sich wie z.B. die Hormonhaushalte für Schilddrüse und Nebenniere.
Das führt zu einer allgemeinen Stärkung und zu einer Verbesserung sowohl des Schlafs als auch der Konzentration und des Immunsystems. Stress wird besonders wirksam abgebaut, da Informationen "sortiert" werden und sich " Hintergrundgefühle" klären. Häufige Trancen sind eine effektive Möglichkeit, innere Widersprüche zu lösen und zu Ausgeglichenheit und souveräner Gelassenheit zu finden. Trance fördert Prozesse der Selbstfindung in natürlich gelassener Atmosphäre, ohne von überehrgeizigen Forderungen des „Über-Ich“ gestört oder blockiert zu werden.
WOFÜR WIRD HYPNOSE ANGEWANDT?
· Schmerztherapie (Onkologie, Geburtsvorbereitung und -hilfe, Zahnbehandlung, Migräne)
· Traumabearbeitung (sexueller Missbrauch, u.a ...)
· Angstzustände (Tierphobien, Prüfungsängste, ...), Depressionen
· Stressprobleme, Burnout
· Psychosomatik (Enuresis, Essstörungen, Asthma, Psoriasis,...)
· Sucht, Abhängigkeit (auch: Nikotin, Übergewicht)
· Zwänge und Ticks, Aufmerksamkeits-/Verhaltensstörungen und Hyperkinesien bei Kindern
· Selbstwert, sexuelle Störungen
· Schlafstörungen
· Gastrointestinale Beschwerden (Colitis, psychogenes Erbrechen)
Was passiert bei einer Hypnosebehandlung?
Fast alle Abläufe des Organismus erfolgen unbewusst. Pro Sekunde werden etwa 2000 Informationen (großenteils visuell) registriert und gefiltert. Nur wenige Informationen davon werden bewusst wahrgenommen. Der Mensch spürt weder etwas von der Informationsverarbeitung in den Milliarden Nervenzellen des Gehirns, noch nimmt er die vielfältigen, komplizierten Funktionen des autonomen Nervensystems, des Hormon- und des Immunsystems und der anderen Organe wahr. Deshalb kennt und erlebt jeder Mensch nur einen kleinen Teil von sich selbst.
Der überwiegend unbewusste Teil jedes Menschen kann unter Führung eines Hypnosetherapeuten eine schöpferische Intelligenz entfalten, deren nach innen gerichtete Aufmerksamkeit (Trance) für therapeutische Zwecke genutzt werden kann.
Hypnose erfolgt in drei Phasen:
· Einleitungsphase (Induktion und Vertiefung)
· Behandlungsphase
· Ausleitungs- oder Reorientierungsphase
Weiterhin gib es die so genannte Posthypnotische Suggestion, die während der Behandlungsphase induziert wird und mittels Auslösesituationen wirksam werden kann (z.B. „Immer, wenn mir eine Zigarette angeboten wird, kommt schlagartig die Erinnerung an einen abscheulichen Geschmack hoch und das Bedürfnis wächst, tief durchzuatmen.“).
Einleitungsphase In der Einleitungsphase wird die Aufmerksamkeit des Patienten von Außen nach Innen gelenkt und ein Tiefentspannungszustand wird suggeriert.
Induktionstechniken: Atmen, Relaxation, Imaginieren, Fixation, Konfusion, direkte und indirekte Suggestion...
Vertiefungstechniken (Beispiel): „Gehen Sie mit jedem Ausatmen einen Schritt die Treppe abwärts und Sie gehen .... 1…- tiefer, …und es können noch Gedanken kommen und gehen, die dann aber vorüberziehen - ... 2 ... - tiefer und unwichtig werden, während ihr Kopf angenehm kühl und klar wird und - 3 - ......
- oder auch die sog. fraktale Vertiefung (Einleitung, kurze Herausnahme, vertiefte Einleitung, kurze Herausnahme, weitere Vertiefung…)
Kontrolltechniken sind etwa die Hebelinduktion (z.B. Levitation des Armes) oder auch verbale oder nonverbale Kommunikation mit dem Unbewussten (z. B. durch sog. ideomotorische Bewegungen des Fingers als Ja/Nein-Antwort).
Die Einleitung dauert etwa 5 bis 10 Minuten, für besonders tiefe Trancezustände kann sie mehr Zeit beanspruchen.
Behandlungsphase In der Behandlungsphase werden mit Hilfe von gezielten, offenen oder verdeckten (indirekten) Suggestionen und mit Hilfe von Trance-Szenarien und Symbolen Einstellungen, Erleben und Verhalten des Klienten umgelenkt, um Ressourcen zu mobilisieren oder Abgewehrtes zu integrieren.
Im Unterschied zum Wachzustand erlebt ein Mensch die hypnotische Trance traumartig, mehr in Bildern. Seine Aufmerksamkeit ist nach innen gerichtet. Dadurch ist er empfänglicher für eine bildhafte, symbolische Sprache bei der Suggestion, für Vergleiche, Metaphern, Märchen und Analogien. Der Therapeut kann dadurch der inneren Realität des Klienten Impulse geben. Die äußere Realität tritt für den Klienten in den Hintergrund. Dieser Zustand lässt sich mit Tagträumen, Meditation oder tief versunkenem Lesen vergleichen.
In Trance ist die unterschwellige Wahrnehmung geschärft. Auch im Wachzustand nimmt der Mensch viel mehr Informationen auf, als in sein Bewusstsein eindringen. Wir sind zum Beispiel auf einer Party in der Lage, uns auf ein Gespräch mit einer bestimmten Person zu konzentrieren. Fällt jedoch in der Nähe der eigene Name, horchen wir sofort auf. In der Hypnose wird mit solchen unbewussten Kommunikationsformen gezielt gearbeitet.
Ein weiteres Phänomen der hypnotischen Trance sind "dissoziative" Prozesse. Beispielsweise führt der Klient eine Bewegung unabhängig von seiner bewussten Wahrnehmung aus (so genannte ideomotorische Bewegungen), es hebt sich etwa auf eine Frage des Therapeuten wie von selbst ein Finger, oder der Klient schreibt etwas, ohne zu bemerken, dass bzw. was er schreibt.
Die Behandlungsphase kann je nach Therapieziel wenige Minuten (Schnellhypnose) bis mehrere Stunden dauern.
Reorientierungsphase In der Reorientierungsphase wird die Trance behutsam und gründlich wieder zurückgenommen, indem die Wahrnehmung des Klienten wieder von Innen nach Außen gelenkt wird. In der Regel dauert die Zurücknahme wiederum einige Minuten.
Kann durch irgendwelche Umstände der Therapeut die Rücknahme nicht einleiten, erfolgt sie „von selbst“ dadurch, dass der Klient i.d.R. einschläft und nach dem Aufwachen wieder bei vollständigem Gegenwartsbewusstsein ist.
| | _______________
Milton H.Erickson
1901 - 1980
Begründer der modernen Hypnotherapie
_______________ | | | |
Physiologische Veränderungen unter Hypnose
In Trance treten gut erforschte physiologische Veränderungen auf. Dazu zählen
· die Erniedrigung von Muskelspannung, Herzfrequenz und Blutdruck,
· eine regelmäßigere und langsamere Atmung,
· eine veränderte Aktivierung bestimmter Hirnareale,
· eine Abnahme des Stresshormonspiegels,
· Veränderungen im Blutbild sowie
· eine geringere Aktivierbarkeit von Reflexen.
Ist jeder Mensch hypnotisierbar?
Wenn der Therapeut erfahren genug ist und flexibel vorgeht, sprechen die meisten Menschen gut auf Hypnosetechniken an und die Hypnose ist für das angestrebte Therapieziel nutzbar.
Dauer einer Hypnosebehandlung
Viele Menschen glauben, dass ihre Beschwerden mittels einer einzigen Sitzung behoben, ihre Wünsche nach Abnehmen und Nichtrauchen in einer Stunde erfüllt werden können. Auch wenn es häufig vorkommt, dass innerhalb einer längerfristigen Behandlung nur eine bestimmte Hypnosesitzung zur Lösung des Hauptproblems geführt hat, kann davon nicht abgeleitet werden, dass immer nur eine einzige Sitzung zur Heilung ausreicht. Die Dauer einer Hypnosebehandlung ist von dem vereinbarten Ziel der Behandlung, der Art und Dauer der Erkrankung und der Belastbarkeit der Patienten abhängig. In jedem Einzelfall sind diese Fragen zwischen den Therapeuten und den Klienten abzustimmen. Es empfiehlt sich, nach spätestens fünf Sitzungen den möglichen Erfolg der Behandlung aufgrund der bis dahin eingetretenen Veränderungen zu überprüfen.
Näheres unter www.hypnose.de und hier sowie unter diesem Link
HOMEPAGE | GÄSTEBUCH | LINKS | Tiefenpsychologie | Verhaltenstherapie | Gesprächstherapie | Entspannung | Focusing | Katathyme Therapie | Systemtherapie | Gestalttherapie | NLP | EMDR | Bachblüten | Wohlfühlkurse | Studiengänge Psychotherapie | ANMELDEFORMULAR | KONTAKT
|